Oberentfelden/Amsteg startete ins neue NLA-Championat mit Schwung: Schlieren, Kirchberg und Jona wurden mit je 3:1 abgefertigt. Ruedi Ammann
Die Spielerinnengemeinschaft aus Oberentfelden und Amsteg nahm die neue Meisterschaft in der obersten nationalen Stärkeklasse am Sonntag, 22. November 2009 mit Erfolg in Angriff. Aus den drei fälligen Partien wurde das Punktemaximum herausgeholt. Oberentfelden/Amsteg setzte sich deshalb im Zwischenklassement, zusammen mit Wigoltingen, an die Spitze. Beide Formationen weisen nebst der Punktegleichheit (6) auch je 9:3 Sätze auf, lediglich das Ballverhältnis lautet mit 123:87 zu 121:94 etwas positiver zugunsten der Ostschweizerinnen.
Schlieren und Kirchberg entzaubert
Mit Schlieren standen hochkarätige Widersacherinnen auf dem Parkett. Bereits der erste Satz verlief höchst ausgeglichen. Nach dem 9:9 profitierte das Kollektiv Oberentfelden/Amsteg von einem gegnerischen Eigenfehler sowie einem präzise geschlagenen Ball (11:9). Mit dem genau gleichen Resultat, aber umgekehrten Vorzeichen, endete das zweite Set. Fortuna hatte sich zwischenzeitlich auf die Seite der Schlierener Formation geschlagen. In beiden Lagern prägte den dritten Satz eine hohe Eigenfehlerquote. Mit 12:10 vermochten die Aargauerinnen/Urnerinnen immerhin das bessere Ende für sich zu behalten. 11:2 endete der vierte Durchgang höchst erfolgreich. Obfelden/Amsteg gelang es dabei, das Leistungspotenzial voll und ganz abzurufen. Auf allen Positionen wurde präzise gespielt – mit dem entsprechenden Ergebnis.
Das Team aus Kirchberg wurde ganz offensichtlich unterschätzt. Prompt musste der erste Satz mit 8:11 aus der Hand gegeben werden. Auf sämtlichen Positionen wurde in der Folge besser agiert und Set Nummer zwei 11:7 siegreich gestaltet. Mit 11:4 mussten sich die Bernerinnen im nächsten Durchgang förmlich an die Wand spielen lassen. Der folgende Satz wurde recht unkonstant angegangen, aber immerhin siegreich gestaltet (11:9).
Warnschuss vor den Bug
Gegen die bekannt starke Truppe aus Jona entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Gute Schläge, Abnahmen und Zuspiele prägten die Begegnung. Oberentfelden/Amsteg gewann den ersten Durchgang mit 11:8. Diesem positiven Fazit folgte fatalerweise der totale Zusammenbruch: Sozusagen nichts gelang wunschgemäss, so dass die Gegnerinnen zum Satzgleichstand (4:11; 1:1) kamen. Wesentlich besser gelang den Aargauerinnen/Urnerinnen das anschliessende Set, trotzdem noch immer leistungsmässig nicht aus dem Vollen geschöpft werden konnte (11:7). Danach wurde vom Obfeldener/Amsteger Trupp echt gezaubert. Dank einer überragenden Leistung gelang es ihm, rasch einen Drei-Punkte-Vorsprung zu herauszuwirtschaften. Dieser wurde nicht nur erfolgreich verteidigt, sondern stetig ausgebaut (11:5). „Ein höchst erfreulicher Meisterschaftsauftakt, zumal es gelang, die als spielstark bekannten Teams aus Schlieren und Jona zurückzubinden. Doch es gilt auf unserer Seite, künftig noch vermehrte Konstanz zum Tragen zu bringen“, bilanzierte Fabienne Fedier vom FBT Amsteg. Die nächste Qualifikationsrunde wird am 6. Dezember in Jona ausgetragen. Oberentfelden/Amsteg trifft auf Wigoltingen und Ettenhausen.
Oberentfelden/Amsteg spielte mit:
Michelle Fedier, Fabienne Feider, Olivia Jäggi, Sabrina Siegenthaler, Melanie Siegenthaler, Andrea Gerber.