Oberentfelden/Amsteg fighteten am 13./14.2. in Widnau anlässlich der Playoffs (beste vier Teams) unglücklich. Sowohl gegen Ettenhausen wie Wigoltingen wurden Niederlagen kassiert.
Ruedi Ammann
Nach der NLA-Qualifikationsrunde hatte das Kollektiv aus Amsteg und Oberentfelden den guten zweiten Platz belegt. Im Hinblick auf die Playoffs, es ging dabei um die Titel- respektive Medaillenvergebungen, war gut trainiert worden, so dass die Ausmarchungen mit etwelcher Zuversicht in Angriff genommen werden durften.
Im Fünfsätzer Halbfinal verloren
Gegen Ettenhausen war am Samstag in Widnau bald ersichtlich, dass die Thurgauerinnen einen guten Tag erwischt hatten, während bei den Urnerinnen/Aargauerinnen einiges ganz einfach Stückwerk blieb. Letztere fanden insbesondere gegen die Thurgauer Angreiferin Jeannine Jung kein valables Rezept. Mit überraschenden Schlägen war sie hauptverantwortlich dafür, dass ihr Kollektiv schliesslich das bessere Ende mit 3:2 für sich behielt. Amsteg/Oberentfelden vermochte zwar den ersten Satz noch mit 11:7 für sich zu entscheiden und nach dem Verlust des zweiten Durchganges (3:11) wieder zu gewinnen (11:5). Doch danach war Ettenhausen tonangebend. Mit 5:11 und 8:11 schwammen den Qualifikationsrundenzweiten die Felle schliesslich davon.
Spielertrainerin Melanie Siegenthaler: „Wir bekamen Jeannine Jung während der ganzen Begegnung nicht in den Griff. Wohl versuchte unser Team, mit Umstellungen zu reagieren, doch selbst der gemeinsame Einsatz unserer beiden Angreiferinnen Andrea Gerber und Michelle Fedier verhalf nicht zum eigentlich einkalkulierten Einzug ins Endspiel.“
Auch im kleinen Final den Kürzeren gezogen
Am zweiten Spieltag erhielt Amsteg/Oberentfelden die Chance eingeräumt, noch um die Bronzemedaillen zu fighten. Dabei wurde gegen Wigoltingen angetreten, das tags zuvor gegen Embrach mit 1:3 Sätzen auf der Strecke geblieben war. Die Urnerinnen/Aargauerinnen, durch die Vortagesniederlage sichtlich aus dem Konzept geworfen, vermochten gegen die Titelverteidigerinnen des Vorjahres trotz ansprechender Spielweise nicht zu reüssieren. Die Partie wurde in drei Sätzen (7:11, 3:11 und 8:11) aus der Hand gegeben. Der Traum von einem Medaillengewinn war damit definitiv zerronnen. Spielertrainerin Melanie Siegenthaler zeigte sich in der Retrospektive enttäuscht. Doch ihr Blick galt bereits der Freiluftsaison 2010: „Wir müssen aus den beiden Niederlagen ganz einfach die Konsequenzen ziehen und das Training intensivieren, um zu vermehrter Konstanz zu finden.“
Die Schlussrangliste der Playoffs sah Embrach als neue Hallen-Schweizer-Meisterinnen 2009/10, nachdem die Zürcherinnen Ettenhausen im alles entscheidenden Spiel mit 3:1 bezwungen hatten. Wigoltingen holte die Bronzemedaillen ab, während Amsteg/Oberentfelden leer ausging. Auf den verbleibenden Plätzen der NLA-Hallenmeisterschaft 2009/10 etablierten sich: 5. Jona, 6. Schlieren, 7. Kirchberg, 8. Ohringen (Absteigerinnen).